Du möchtest Voltigieren?

... Dann schick uns am besten eine E-mail oder guck dir die Trainingszeiten an und komm gerne währenddessen vorbei!

 

Voltigieren trainiert unter anderem Kraft, Kondition, Koordination, Gleichgewicht und Beweglichkeit. Außerdem lernst du neue Freunde in deinem Team kennen, aber vor allem entwickelst du Verantwortungsbewusstsein für den Sportgefährten, der dich trägt und dir vertraut.

Aktuell ist die Nachfrage sehr groß und unsere Gruppen voll belegt, jedoch können Anfänger jederzeit vorbeikommen und ausprobieren, ob sie Gefallen am Voltigieren finden. Anschließend können sie sich auf unsere Warteliste setzen lassen und wir melden uns, sobald Plätze frei geworden sind! Im Reiten sieht es gerade sehr ähnlich aus, aber meldet euch dafür bitte bei unseren Reitern über die Vereinshomepage:  http://www.reitverein-bln.de/

 

Wir freuen uns auf Dich!

Was genau müssen unsere Voltigierer in ihrer Leistungsklasse leisten?

 

Die Schritt-Schritt (S/S) Voltigierer, zu denen das Team Yakari gehört, turnen einzeln Pflichtübungen im Schritt auf dem Pferd - meistens 3 bis 4 Übungen, die individuell ausgeschrieben werden können. Die Kürübungen turnen sie jedoch in Partnerübungen. Der Kreativität werden hier keine Grenzen gesetzt, jedoch ist zu beachten, dass mindestens 10 von 12 vorgegeben Pflichtkürelementen (Bsp.: Standwaage, Schneidersitz, Stehen in Kombination mit ... und viele mehr) in der Kür vorhanden sein müssen, um die volle Schwierigkeitspunktzahl bekommen zu können. Diese können gut miteinander oder auch mit frei ausgedachten Übungen kombiniert werden. Die Kür hat eine Zeitvorgabe von 5 Minuten, die ab der ersten Griffberührung zählen.

 

Das Team Flicka und Team Fury trainieren aktuell für Galopp-Schritt-Schritt (G/S/S). Hier turnt die erste Hälfte ebenfalls 3-4 Pflichtübungen im Galopp und die andere Hälfte Pflichtübungen im Schritt. So werden die hier oft herrschenden Alters- und Größenunterschiede ausgeglichen, da die obere Altersgrenze in dieser Prüfung 16 Jahre beträgt. Auch diese Voltigierer turnen eine 5-Minütige Kür im Schritt und müssen die Pflichtkürelemente berücksichtigen.

 

Bis hierhin finden alle Wettbewerbe im Breitensport statt. Nun kommen wir zu den Leistungsklassen:

 

Das Team Spirit hat die Leistungsklasse Junior als Ziel und trainiert erstmal fleißig die L-Pflicht, geht aber zunächst (auch für die Pferdegewöhnung) in Galopp-Schritt an den Start, bis wir langsam aber sicher am Ziel ankommen. Leistungsklassen fordern sowohl Pflicht als auch Kür im Galopp zu turnen und benötigen immer mindestens 2 Richter. Ab hier sammelt man die Wertnoten der Turniere, um in eine höhere Leistungsklasse aufsteigen zu können - vorausgesetzt diese Wertnoten sind hoch genug. Es geht von A zu L zu M zu S. Jede Leistungsklasse setzt ihre eigenen Pflichtübungen voraus. Jeder Voltigierer hat eine Minute Zeit, diese Übungen zu turnen. Die Kür wird wieder in Doppelübungen geturnt. Da hier kein Helfer gestattet ist, müssen alle Voltigierer sowohl in der Pflicht als auch in der Kür alleine auf das galoppierende Pferd springen. 

 

Solltet ihr konkrete Fragen zu anderen Leistungsklassen oder dem Einzel- und Doppelvoltigieren haben, schreibt uns doch gerne privat oder in das Gästebuch.

 

Es ist zudem wichtig zu verstehen, was alles hinter diesem Sport steckt:

Nicht nur ausgezeichnete Voltigierer und Trainer, sondern auch außergewöhnliche Pferde sind notwendig für die Umsetzung dieser Sportart. Anders als bei Sportarten wie beispielsweise Fußball, Tennis oder Turnen sind alle Sportler der Voltigiersports nicht nur von ihrer eigenen Leistung abhängig. Pferde sind nunmal keine Sportgeräte und können nicht auf Knopfdruck alles abrufen, was sie gelernt haben oder noch lernen sollen. Auch sie haben gute und schlechte Tagesformen, auch ihnen geht es mal schlecht. Auf einem Turnier und den darauf vorbereitenden Trainingseinheiten müssen sowohl Voltigierer und Longenführer als auch das Pferd topfit sein und sich aufeinander verlassen können. Dementsprechend ist es nicht all zu schwer vorzustellen, dass so etwas nicht jedes Mal der Fall ist. Viel Glück gehört wahrscheinlich manchmal auch dazu. Es gibt als Voltigierer nichts ärgerlicheres, sich sehr gut vorbereitet zu haben und sich riesig auf ein Turnier zu freuen, um dann einen Tag vor dem Turnier zu erfahren, dass das Pferd lahm ist (humpelt). So etwas kommt vor und sorgt oftmals auch für große Enttäuschung, jedoch sollten derartige Situationen niemandem vorzuwerfen sein, noch sollten sie den Voltigierer davon abhalten, auf das nächste Turnier hinzutrainieren. Vielleicht ist es auch gerade das, was diesen Sport so reizvoll macht.

Voltigierpferde sind wie oben erwähnt außergewöhnliche Pferde, da sie unglaublich viele Eigenschaften mitbringen müssen: Sie müssen sehr stark sein, um unter großer Anstrengung 3 Voltigierer in der schnellsten Gangart möglichst fehlerfrei tragen zu können. Kondition ist hierbei selbstverständlich sehr wichtig. Sie müssen ausbalanciert sein, um einen Sturz der Voltigierer vermeiden zu können. Sie müssen extrem verlässlich und nicht aus der Ruhe zu bringen sein. Auch die Pferde wissen meist, dass ein Turnier bevorsteht, sind aufgeregt und gehen vielleicht gar nicht auf den Anhänger. Diese Anspannung müssen auch sie in der Lage sein auf dem Turnierzirkel zu unterdrücken, um es den Voltigieren einfacher zu machen. Ein falscher Schritt oder unregelmäßiges Tempo reicht, um die Chance auf einen guten Platz zu verringern. So wird deutlich, dass nicht nur die Voltigierer untereinander Teamarbeit leisten müssen, sondern auch die Voltigierer und das Pferd, ebenso der Longenführer und das Pferd. Alle Komponenten bedingen sich gegenseitig. Pferde mit solchen Eigenschaften sind extrem schwer zu finden und die Ausbildung dauert meist Jahre. Niederlagen können auftreten und sind zu akzeptieren, wenn auch schwer - Übung macht auch hier den Meister! 

Team Flicka

Team Yakari