Du möchtest Voltigieren?

... Dann schick uns am besten eine E-mail oder guck dir die Trainingszeiten an und komm gerne währenddessen vorbei!

 

Voltigieren trainiert unter anderem Kraft, Kondition, Koordination, Gleichgewicht und Beweglichkeit. Außerdem lernst du neue Freunde in deinem Team kennen, aber vor allem entwickelst du Verantwortungsbewusstsein für den Sportgefährten, der dich trägt und dir vertraut.

Aktuell ist die Nachfrage sehr groß und unsere Gruppen voll belegt, jedoch können Anfänger jederzeit vorbeikommen und ausprobieren, ob sie Gefallen am Voltigieren finden. Anschließend können sie sich auf unsere Warteliste setzen lassen und wir melden uns, sobald Plätze frei geworden sind! Im Reiten sieht es gerade sehr ähnlich aus, aber meldet euch dafür bitte bei unseren Reitern über die Vereinshomepage:  http://www.reitverein-bln.de/

 

Wir freuen uns auf Dich!

Was genau müssen unsere Voltigierer in ihrer Leistungsklasse leisten?

 

Starten wir mit den Kleinsten, unsere Krümelvoltigierer: Um an Turnieren teilnehmen zu können, turnt jeder Voltigierer der Größe nach 2 Pflichtübungen im Schritt, um alle kleinen Voltigierer vergleichen zu können und zusätzlich 2 Kürübungen, die jeder Voltigierer frei wählen kann. Hierzu zählen zum Beispiel Übungen wie der Prinzensitz, das Knien oder Stehen auf dem Pferd, eine Standwaage und viele weitere. So kann jeder zeigen, was er/sie am besten oder am liebsten auf dem Pferd turnt. Die Pflichtübungen werden immer in einer Spanne von 0-10 Punkten bewertet, wovon 10 logischerweise die höchste Punktzahl ist. Nachkommastellen sieht man hier sehr oft. Alle Übungen ergeben dann die Pflichtsumme jedes Einzelnen und die der gesamten Mannschaft. Die Kürübungen werden immer mit L, M, S oder HS (Schwierigkeit steigend) bewertet, von denen je nach Ausführung Abzüge vorgenommen werden. So wird die Schwierigkeit der Kür bewertet.

 

Die Schritt-Schritt (S/S) Voltigierer, zu denen sowohl die 5. als auch die 4. Mannschaft unseres Vereins gehört, turnen ebenfalls Pflichtübungen auf dem Pferd - meistens 3 bis 4 Übungen. Die Kürübungen turnen sie jedoch nicht einzeln sondern jeweils in Partnerübungen. Diese sind schon etwas schwieriger gestaltet und der Kreativität werden hier keine Grenzen gesetzt, jedoch ist zu beachten, dass mindestens 10 von 12 vorgegeben Pflichtkürelementen (Bsp.: Standwaage, Schneidersitz, Stehen in Kombination mit ... und viele mehr) in der Kür vorhanden sein müssen, um die volle Schwierigkeitspunktzahl bekommen zu können. Diese können gut miteinander oder auch mit frei ausgedachten Übungen kombiniert werden. Die Kür hat eine Zeitvorgabe von 5 Minuten, die ab der ersten Griffberührung zählen. Der Unterschied zwischen Team 4 und 5 ist die Altersklasse, weswegen es oftmals eine S/S Mini und Maxi Prüfung gibt.

 

Das 3. Team startet aktuell Galopp-Schritt-Schritt (G/S/S). Hier turnt die erste Hälfte ebenfalls 3-4 Pflichtübungen im Galopp und die andere Hälfte Pflichtübungen im Schritt. So werden die hier oft herrschenden Alters- und Größenunterschiede ausgeglichen, da die obere Altersgrenze in dieser Prüfung 16 Jahre beträgt. Auch diese Voltigierer turnen eine 5-Minütige Kür im Schritt und müssen die Pflichtkürelemente berücksichtigen.

 

Bis hierhin finden alle Wettbewerbe im Breitensport statt. Nun kommen wir zu den Leistungsklassen unseres Vereins:

 

Die 2. Mannschaft trainiert momentan für die Leistungsklasse A. Leistungsklassen fordern sowohl Pflicht als auch Kür im Galopp zu turnen und benötigen immer mindestens 2 Richter. Ab hier sammelt man die Wertnoten der Turniere, um in eine höhere Leistungsklasse aufsteigen zu können - vorausgesetzt diese Wertnoten sind hoch genug. Es geht von A zu L zu M zu S. Jede Leistungsklasse setzt ihre eigenen Pflichtübungen voraus. In A sind diese Aufsprung, Grundsitz, Bank-Fahne, Liegestütz, Quersitz, Knien, Stützschwung vl. und Abgang nach außen. Jeder Voltigierer hat eine Minute Zeit, diese Übungen zu turnen. Die Kür besteht aus 12 anderen, anspruchsvolleren Pflichtkürelementen (Bsp.: 180° Drehung um die Längsachse, Stehen rückwärts, Schulterstand etc.) und wird wieder in Doppelübungen geturnt. Da hier kein Helfer gestattet ist, müssen alle Voltigierer sowohl bei der Pflicht als auch bei der Kür alleine auf das galoppierende Pferd springen. 

 

Für die Leistungsklasse L startet unsere 1. Mannschaft, die jedoch bereits den Aufstieg zu M geschafft hatte. Nachdem die Mannschaft aufgrund eines fehlenden passenden Pferdes 2 Jahre lang keine Erhaltungsnoten holen konnte, wurde sie automatisch wieder in die niedrigere Leistungsklasse zurückgestuft. Hier turnen sie selbstverständlich auch im Galopp ihre vorgegebene Pflicht: Aufsprung, Grundsitz, Fahne, Stehen, Stützschwung vl., halbe Mühle, Stützschwung rl., Abgang aus dem Rückwärtssitz nach außen mit Landung. Diese Pflicht kommt der M und S Pflicht sehr nahe und dient zur Festigung der Grundelemente. Auch hier hat jeder Voltigierer eine Minute Zeit, die Pflichtübungen hintereinander zu turnen. Die Kür fordert keine Pflichtkürelemente und es ist den Voltigierern erstmals gestattet zu dritt auf dem Pferd zu turnen. So sind schwierigere Übungen möglich, die letztendlich den Aufstieg in die höheren Leistungsklassen ermöglichen. Für die Hebeübungen im Galopp ist es logischerweise hilfreich, Voltigierer unterschiedlicher Größe im Team zu haben. Die Voltigierer der LK L müssen ebenfalls alleine auf das Pferd springen können.

 

Solltet ihr konkrete Fragen zu anderen Leistungsklassen oder dem Einzel- und Doppelvoltigieren haben, schreibt uns doch gerne privat oder in das Gästebuch.

 

Es ist zudem wichtig zu verstehen, was alles hinter diesem Sport steckt:

Nicht nur ausgezeichnete Voltigierer und Trainer, sondern auch außergewöhnliche Pferde sind notwenig für die Umsetzung dieser Sportart. Anders als bei Sportarten wie beispielsweise Fußball, Tennis oder Turnen sind alle Sportler der Voltigiersports nicht nur von ihrer eigenen Leistung abhängig. Pferde sind nunmal keine Sportgeräte und können nicht auf Knopfdruck alles abrufen, was sie gelernt haben oder noch lernen sollen. Auch sie haben gute und schlechte Tagesformen, auch ihnen geht es mal schlecht. Auf einem Turnier und den darauf vorbereitenden Trainingseinheiten müssen sowohl Voltigierer und Longenführer als auch das Pferd topfit sein und sich aufeinander verlassen können. Dementsprechend ist es nicht all zu schwer vorzustellen, dass so etwas nicht jedes Mal der Fall ist. Viel Glück gehört wahrscheinlich manchmal auch dazu. Es gibt als Voltigierer nichts ärgerlicheres, sich sehr gut vorbereitet zu haben und sich riesig auf ein Turnier zu freuen, um dann einen Tag vor dem Turnier zu erfahren, dass das Pferd lahm ist (humpelt). So etwas kommt vor und sorgt oftmals auch für große Enttäuschung, jedoch sollten derartige Situationen niemandem vorzuwerfen sein, noch sollten sie den Voltigierer davon abhalten, auf das nächste Turnier hinzutrainieren. Vielleicht ist es auch gerade das, was diesen Sport so reizvoll macht.

Voltigierpferde sind wie oben erwähnt außergewöhnliche Pferde, da sie unglaublich viele Eigenschaften mitbringen müssen: Sie müssen sehr stark sein, um unter großer Anstrengung 3 Voltigierer in der schnellsten Gangart möglichst fehlerfrei tragen zu können. Kondition ist hierbei selbstverständlich sehr wichtig. Sie müssen ausbalanciert sein, um einen Sturz der Voltigierer vermeiden zu können. Sie müssen extrem verlässlich und nicht aus der Ruhe zu bringen sein. Auch die Pferde wissen meist, dass ein Turnier bevorsteht, sind aufgeregt und gehen vielleicht gar nicht auf den Anhänger. Diese Anspannung müssen auch sie in der Lage sein auf dem Turnierzirkel zu unterdrücken, um es den Voltigieren einfacher zu machen. Ein falscher Schritt oder ein unregelmäßiges Tempo reicht, um die Chance auf einen guten Platz zu verringern. So wird deutlich, dass nicht nur die Voltigierer untereinander Teamarbeit leisten müssen, sondern auch die Voltigierer und das Pferd, ebenso der Longenführer und das Pferd. Alle Komponenten bedingen sich gegenseitig. Pferde mit solchen Eigenschaften sind extrem schwer zu finden und deren Ausbildung dauert meist Jahre. Niederlagen können auftreten und sind zu akzeptieren, wenn auch schwer - Übung macht auch hier den Meister! 

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BLN II
BLN II
BLN III
BLN III

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BLN V
BLN V
BLN VI
BLN VI